Was wären Bibliotheken ohne Brecht, Tucholsky, Freud, …????

Am 10. Mai jährte sich der Tag der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten zum 80sten Mal.  Diesen Tag nehmen wir zum Anlass, um zu zeigen, was in Bibliotheken fehlen würde, würden die nationalsozialistischen Verordnungen von 1933 heute noch gelten. Um die Q-thek stapeln sich die Bücher, die damals verbrannt wurden. Es sind gerade solche, deren Inhalte so zeitlos sind, dass sie nach 80 Jahren noch in Bibliotheken zu finden sind. Sie zählen zum Grundbestand. Was wäre die deutsche Literatur ohne Tucholsky, Brecht oder die „Mann s“? Auch was nicht mehr in öffentlichen Bibliotheken zu finden ist, wird von der Wissenschaft  benötigt. Viele Werke der Gesellschaftswissenschaften basieren auf dem Gedankengut von Freud, Fromm, Marx , Engels und vielen anderen.  Sogar in Mathematik gäbe es eine gravierende Lücke: Einsteins Relativitätstheorien!

Schüler aus dem Religionskurs der UNESCO-Schule haben Plakate mit Originalzitaten gestaltet.  In den Regalen hat der Verein LesART Hörstationen aufgebaut, an denen aus den verbrannten Büchern gelesen wird. Ergänzt wird dies  durch eine Dia-Show in der Screenbox mit Dokumenten der Zeit im digitalen Bilderrahmen.

Dieser Gedenktag ist als Mahnung zu verstehen, solch eine Zensur niemals mehr zuzulassen. Auch in anderen Städten finden Aktionen statt, die auf der Seite www.buecherlesung.de  zu finden sind.

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