Der Bergbau lebt!

Mittwoch hatte es wieder kräftig gerappelt. Der Bergbau ließ die Regale beben, nicht nur manches Buch in der Bücherei fiel vom Ständer, auch zu Hause klirrten die Gläser im Schrank. Es stand  tags drauf auch  in der Zeitung. Ich hatte noch Urlaub und las gerade einen Roman aus der Sagenwelt des Bergbaus, als durch Girondelle 5 in 1000 Meter Tiefe im nahe gelegenen Repelen  etwas zusammen stürzte. Das Thema des Romans war eigentlich ganz passend. Es spielte in Bochum, also im Pott. Im Buch jedoch zeugt vor allem Bergbaumuseum und  Museumsstollen davon. Die Helden sind zwei Kinder, die von den sagenhaften Schwarzmännchen und Blaukobolden in „Tote Männer“ gelockt werden. Die Großeltern der Helden haben in ihrer Jugend dort in dem ein oder anderen Streb noch gearbeitet. Doch leider kommt in dem Buch „Die Hüter des schwarzen Goldes“ von Inge Meyer-Dietrich und Anja Kiel keine Spannung auf. Es wirkt so bemüht und erklärend, als sei es ein Beiwerk zur Museumspädagogik. Selbst wenn dabei die Erde bebt, bleibt das Gefühl von Schullektüre.  …

Schade, es gibt so wenig Romane über den Bergbau und spannende scheinbar gar nicht. Die Bücher und DVDs, die es im Regal zur Bergbautechnik gibt, sind da schon spannender.  Da geht es ja auch um lebenden Bergbau.

Vielleicht schreibt ja mal einer einen wirklich spannenden (Jugend)roman zum Bergbau, so lange er noch hier lebt (und manchmal bebt)?

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