Die letzte Woche hat begonnen

Noch 5 Mal öffnen wir die Tür, dann steht der Umzug vor der Tür…

Nicht ganz, dazwischen liegen noch eine Menge Arbeiten, nicht nur die am Bau,  die vor dem Umzug erledigt weden müssen, damit die neue Mediathek funktioniert. 2016-11-29_umzug_mediathek_sml

Am Samstag (03.12.2016) war ein sehr umfangreicher Bericht in der NRZ / WAZ, auf den wir an dieser Stelle gerne verweisen.

http://www.nrz.de/staedte/moers-und-umland/nur-noch-eine-woche-stadtbibliothek-in-kamp-lintfort-id208859987.html

Es wird auch Zeit, denn von der anderen Seite rücken die Abrissbagger an:

Mit großen Schritten in Richtung neues Rathausquartier:

Gestern (1.12.) haben die Arbeiten zum Rückbau des ehemaligen CityParkhauses an der Markgrafenstraße begonnen. Die Maßnahme ist Bestandteil des Abrisses der Bunten Riesen. Die Abrissarbeiten an den Wohnhäusern erfolgen im Anschluss an das CityParkhaus. Sie werden voraussichtlich im März 2017 beginnen und etwa 10 Monate in Anspruch nehmen. ...https://www.kamp-lintfort.de/de/pressemitteilungen/mit-grossen-schritten-in-richtung-neues-rathausquartier/

Noch 10 Mal öffnet sich die Tür…

Das Ende des Aufenthalts der Stadtbücherei Kamp-Lintfort am  Rathausplatz rückt in greifbare Nähe: In 10 Tagen , am Samstag dem 10.12. öffnen wir hier zum letzten Mal die Türen. Viele  von Euch haben sich bereits mit Lesestoff für drei Wintermonate eingedeckt, kamen mit Koffern und Wäschekörbe. Einige  Regale  sind leer. Doch der freie Platz entstand nicht nur durch die hohe Zahl der Ausleihen. Viele Medien, die inhaltlich und äußerlich veraltet und nicht mehr gefragt waren und nur noch Regalbretter blockierten, haben nun den Platz im Regal frei gemacht. An anderen Stellen mussten die Regale geräumt werden, weil die regenreichen Tage im Herbst wieder öfter mal für Wassereinbruch sorgten und die Bücher unter den lecken Stellen im Dach gerettet werden mussten.

So sind sowohl die Leserschaft als auch wir Mitglieder im Team der Stadtbücherei froh, dass die neue Mediathek bald fertig wird. Gerade wurden in den neuen Räumen neue Fenster eingesetzt. Dort, wo vorher Betonplatten waren, lassen große Glasflächen nun in die Mediatheksräume helles Tageslicht strömen. Der Zugang an der Freiherr-vom-Stein-Straße 26 ist seit heute zu erkennen.

Massenausleihe

Noch 27 Tage, dann schließt sich hier die Tür,  um in viereinhalb Monaten eine neue am 4. März 2017 zu öffnen.  Am Montag wurde morgens die Massen-E-Mail  zur Schließungszeit verschickt. Am Nachmittag gegen 16 Uhr, also nach 2 Öffnungsstunden, hatten wir bereits über 600 Verlängerungen und Ausleihen.  Seitdem  kommen  mit leeren Taschen und Koffern bepackte alte und neue Kunden,  halten sich gar nicht so lange wie sonst an ihren Lieblingsregalen auf, sondern nehmen einfach mit, was in etwa dem Interesse entspricht, um zuhause in Ruhe zu lesen und zu sichten. Vor der Ausleihstation staut es sich immer wieder, die Koffer und Taschen werden gut gefüllt mit Lesestoff wieder mit nach Hause genommen.  Wir freuen uns,  denn so müssen weniger Medien umgezogen werden.

massenausleihe

 

“ wollen wir eine Mediothek schaffen, …“

Dieser Satz steht  im Kommunalwahlprogramm 2014 bis 2020  der stärksten Partei im Stadtrat von Kamp-Lintfort.  Unter der Überschrift „Stadtentwicklung“ wird das gerade vom Planungsamt und Wirtschaftsförderung der Stadt gestartete Projekt „Rathausquartier“ dargestellt.  Darüber wurde schon mehrfach in der Presse berichtet.  Doch im Wahlprogramm heißt es außerdem ausdrücklich: WahlprogrammSPD 2014-2020

„Als erstes soll die Stadtbücherei umziehen. Mithilfe von Landesmitteln wollen wir eine Mediothek schaffen, die sich an den neuen Nutzergewohnheiten der Menschen orientiert. Mit viel Aufenthaltsqualität und einem attraktiven Medienangebot wird die Einrichtung so zu einem echten Publikumsmagneten werden. “  (Stolz auf Kamp-Lintfort, Kommunalwahlprogramm 2014-2020 . Hrsg.: SPD Kamp-Lintfort 2014, S. 12)

Jetzt, wo die Wahl vorbei ist, dürfen wir das zitieren und uns darauf freuen. Denn es ist bekannt, dass diese Räume hier nicht nur zu klein sind. Vor jedem Besuch einer Gruppe und vor jeder Veranstaltung müssen Regale gerollt und Stühle gerückt werden.  Das Dach ist so undicht, dass dem Team schon seit mehr als einem halben Jahr kein Besprechungsraum mehr zur Verfügung steht. Die Räume können nicht ordentlich gelüftet werden. Durch das veränderte Stadtbild ist das Zentrum Kamp-Lintforts „gewandert“ und die Stadtbücherei befindet sich nun eigentlich eher in einer Randlage der Innenstadt.  Durch diese genaue Beschreibung im  Wahlprogramm, wie die Stadtbücherei sich verändern soll, wird klar, es sollen nicht nur die Mängel beseitigt werden. Es soll ein Bibliotheksraum entstehen, der den 2009 vom Rat beschlossenen Grundsätzen der Kamp-Lintforter Bibliotheksarbeit entspricht. (siehe: Grundkonzept der Stadtbücherei Kamp-Lintfort)

Dazu arbeiten wir nun am ersten Schritt:  Wir schauen uns um, wie andere Bibliotheken, nicht nur in Deutschland, diesen Auftrag der besonderen Aufenthaltsqualität erfüllt haben, um dann zu schauen, was für Kamp-Lintfort passt und was möglich ist.  Wegweisend war der Vortrag von Andreas Mittrowann auf der ersten  NRW-Bibliothekskonferenz des VBNW  im Januar 2014.  (Andreas Mittrowann (ekz): Begegnen – Entdecken – Entwickeln; Bibliotheken gestalten ihre Zukunft

Wer sich schon einmal über die zukünftige Lage und den stadtplanerischen Entwurf interessiert, findet auf der Homepage der Stadt Kamp-Lintfort unter Rathausquartier  die Berichte zur Planwerkstatt und den Entwurf von scheuvens + wachten, Dortmund mit scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf, der  als Richtlinie für die Zukunft ausgelobt wurde.  Hier sind einige Bilder, die einen Eindruck vermitteln.   (Entwurf von SW und scape)