Aufgelesen – Die Buchvorstellungen zum Nachlesen

Aufgelesen in Corona-Zeiten: Buchausstellung statt Buchvorstellung

Leider musste LesART, unser Förderverein, seinen literarischen Salon „Aufgelesen“ im Oktober absagen. Seit einigen Jahren stellen an diesen Abenden Viellesende ihre jüngsten Lektüren vor, lesen daraus vor und bewerten das Buch kurz. Diese Leseabende waren immer sehr gut besucht. Klar, dass uns nun einige traurige Antworten auf die Absage erreichten.

Daraufhin haben die fünf Rezensenten des Abends ihre Besprechungen verschriftlich. Wir von der Mediathek haben die Bücher zu den Besprechungen zu einer kleinen Ausstellung zusammengesetzt. Im Foyer der Mediathek findet ihr nun diesen Ersatz für „Aufgelesen“.

Übrigens: Zutritt zum Foyer mit Leseausweis täglich ab 9 Uhr, außer Mittwoch und Sonntag.

„Lesen unter Strom“

unter diesem Titel berichtete Wolfgang Höbel im „Kultur Spiegel“ Heft 11/2011 (einer monatlich erscheinenden Beilage zum „Spiegel“) über einen Selbstversuch mit dem E-Book. Sieben Geräte hat der Autor getestet und die positiven und negativen Aspekte geschildert: zu schwer, zu warm „sondern Wärme ab, fast wie Heizstrahler“, Buchstabengröße verstellbar, leichter als dicke Wälzer in gebundener Buchform…Sein Fazit: es gibt nicht das eine Gerät für alle Lebenslagen. Wer hat auch schon getestet?                                            So lange man noch nicht das ultimative Format  gefunden hat, kann man ja immer noch (wie bislang 99 % der Leser) auf das übliche Buchformat zurückgreifen.

November ist Gartenzeit

nicht nur weil die Sonne in diesem Jahr so schön scheint, dass Laub fegen zum Vergnügen wird.  Auch weil Hobbygärtner und Journalist Jens Dirksen bei der Bibliotheksnacht am 11.11. aus seinem Gartenbuch „Querbeet“ liest.

 

Artikel in derwesten.de: http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/querbeet-in-der-bibliotheksnacht-id6046108.html

Du kommst auch drin vor

Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichtsnein, es geht hier nicht um Hanns-Dieter Hüschs Autobiografie, die diesen Titel trägt, sondern um den neuen Bestseller und den mit dem Deutschen Buchpreis prämierten Roman von Eugen Ruge „In Zeiten des abnehmenden Lichts“. Es kommen vor: Moers und Kamp-Lintfort. Auf Seite 353/354 heißt es: „seit Sascha in diesem Moers wohnte – ein Ortsname, der in Irinas Ohren wie mjörs, russisch: fror klang – seit er in diesem Moers wohnte, hatte sie hinzuhören begonnen, weil dieses Moers zu ihrer Überraschung hin und wieder in den Verkehrsmeldungen genannt wurde: A 57 Nimwegen Richtung Köln: zwischen Kamp-Lintfort und Autobahnkreuz Moers fünf Kilometer Stau – solche Meldungen waren es, die ihr das Gefühl gaben, dass Sascha existierte……während Sascha in seinem Moers saß, irgendwo an der holländischen Grenze…..Und warum? Weil Catrin dort ein Engagement bekommen hatte: am Theater in Moers! Zu mehr hatte es wahrscheinlich nicht gereicht, dachte Irina.“

Walther von der Vogelweide

Walther von der vogelweide

Auch wenn niemand so genau weiß, wo und wann der Minnesänger Walther von der Vogelweide geboren wurde oder gar wie er aussah: in Bozen in Südtirol wurde ihm Ende des 19. Jahrhunderts am zentralen Hauptplatz ein Denkmal gesetzt. Auch wenn  seine Lyrik bald 1000 Jahre alt ist, so zeigen doch gleich die ersten Zeilen seines folgenden Gedichts, dass seine Gedanken und Verse durchaus aktuell sind.

„Faustregel für Erzieher“:

Niemand lehrt mit Hieben
Kinder Tugend lieben
wen man zu erziehn vermag
dem gilt ein Wort wie ein Schlag…

„Kloster Kamp im Wandel“ – Das neue Buch von Pater Georg

"Kloster Kamp im Wandel"Zur Geschichte des Kloster Kamp gibt es zahlreiche Veröffentlichungen. Nun hat Dr. Georg Geisbauer – in Kamp-Lintfort als „Pater Georg“ bestens bekannt – eine Geschichte über die Zeit von 1954-2002 geschrieben, die den Untertitel trägt „48 Jahre Karmeliter“. Diese Chronik mit vielen Fotos ist sicher nicht nur für jeden Bürger interessant, der sich dem Kloster verbunden fühlt. Es handelt sich zugleich um ein heimatkundliches  Erinnerungsbuch für alle. Jetzt zu entdecken in der Stadtbücherei!

Literaturpreise – wer kennt wen

Es ist Herbst und nicht nur die Blätter fallen. Es fallen in allen möglichen Literaturkomitees, -vereinen und -organisationen Entscheidungen der Jurys über die Preisvergabe an die besten Literaten: Literaturnobelpreis, Deutscher Buchpreis, Jugendliteraturpreis oder auch der Friedenspreis des deutschen Buchhandels, hier bereits vorgestellt.

Wir warten immer gespannt, wer denn nun in diesem Jahr die begehrten Auszeichnungen bekommt und- das müssen wir eingestehen -,  ob es diesmal jemand ist, den auch wir kennen. Ehrlich gesagt, „Tomas Tranströmer“  – den Namen hatte ich vor der Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis nicht gekannt. Als ich dann mal über ihn „googelte“, entdeckte ich, dass ich mich in gelehrter Gesellschaft befand: Personen wie Marcel Reich-Ranicki oder Jens Dirksen, stellvertretenden Leiter des Feuilleton-Ressort der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung (NRZ) mussten sich auch erst einmal weiterbilden. Aber immerhin –  beim Jugendliteraturpreis  finden sich auf der Nominierungsliste einige alte Bekannte. Ab Montag 17.10. könnt ihr in die dreissig für den Preis vorgeschlagenen Bücher bei der Ausstellung im Infotreff reinschnuppern.

Neue Hörbücher

Neue HörbücherDie Stadtbücherei Kamp-Lintfort hat viele neue Literatur-CDs angeschafft, die nun fertig zur Ausleihe sind. Die Auswahl umfasst vom Krimi „Leopard“ von Jo Nesbo über Sabine Kueglers „Dschungelkind“ bis zum aktuellen Roman auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge alle Genres und bietet für jeden Geschmack etwas.

Jetzt geht's an's Eingemachte!


denken viele unserer Romanleser zur Zeit und packen ganze Bücherstapel ein. Unsere Ausstellung „Ferienzeit – Serienzeit“ enthält Romane beliebter und bekannter Autoren, in Serie mit Einmachgummi verschnürt. Kommissar Wallanders Fälle und Anne Holt’s Krimi-Pakete sind schon lange weg.
Weil’s so gut läuft, haben wir für diese Woche Autorenpakete neu geschnürt:
Ulla Hahn mit „Das verborgene Wort“ mit „Aufbruch“,
Rebecca Ryman’s „Wer Liebe Verspricht“ mit „Wer Dornen sät“, Gerhard Henschel’s „Kindheitsroman“ im Pack mit „Jugendroman“ und „Liebesroman“,
Ulrike Schweikert’s „Tochter des Salzsieders“ verschnürt mit dem „Kreidekreuz“,
und viele mehr. Die Paketlösung ist beliebt und wird sicher wiederholt.

Liao Yiwu: Fräulein Hallo und der Bauernkaiser

 
In dieser Woche ist der chinesische Autor Liao Yiwu in Deutschland eingetroffen. Viele Jahre hat er in China im Gefängnis verbracht und konnte dort ein Buch über seine Gefangenschaft nicht veröffentlichen. Nun wird es in Deutschland erscheinen. 2009 erschien auf Deutsch bereits ein anderer Titel des Autors: „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser“. In diesem Buch zeigt er in Interviews mit verschiedensten Chinesen und Chinesinnen ein Bild der chinesischen Gesellschaft von unten. Dieser Titel ist in der Stadtbücherei vorhanden.