Ja zur Neuen Mediathek

Der Umzug der Stadtbücherei in das Rathauscenter und die damit verbundene räumliche Neugestaltung bietet für alle Beteiligten die große Chance, die Stadtbücherei an sich anders zu denken, also Angebote, Aufgaben und Dienstleistungen den modernen Anforderungen anzupassen und neu zu definieren. Dazu haben wir von der Stadtbücherei gemeinsam mit dem Kulturdezernenten der Stadt, Dr. Christoph Müllmann und dem Amt für Gebäudewirtschaft ein Konzept für die neue Mediathek erstellt, dass für die nächsten 20 Jahre Grundlage unserer Arbeit sein soll.  Zuvor hatten wir mit einigen Kulturausschussmitgliedern und den Kollegen der Stadt vorbildliche Bibliotheken in den Niederlanden und in der Nähe in NRW besucht.  Auch diese Eindrücke sind in das Konzept eingeflossen.

Das vollständige Konzept ist unter den Ratsinformationen auf der Internetseite der Stadt Kamp-lintfort zu finden: Drucksache 232

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Am vergangenen Mittwoch  entschied nun die Politik in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport über dieses Konzept und seine Realisierung. Zuvor beschloss die Politik am 22.05.2015 :  das „Rathauscenter“ wird  an einen Investor zu veräußert und parallel dazu sollen 1.500m² Bruttonutzfläche von dem Investor angemietet werden, um die Stadtbücherei in das Rathauscenter zu verlagern. Die Verwaltung wurde ferner beauftragt, die nächsten Schritte hinsichtlich der Erstellung eines Kosten- und Finanzierungskonzepts einschließlich der Beantragung von Fördermitteln und der Vorbereitung des Mietvertrags einzuleiten.

In der Diskussion um die neue Mediathek, für die anschließend der Mietvertrag abgeschlossen wurde und bei der auch der Architekt Jochen Usinger, der in Zukunft mit seinem Büro ukw-inneneinrichtung die Inneneinrichtung planen und gestalten wird, die Pläne erläuterte, ging es hoch her.

Lest selbst, wie die Presse berichtete:

http://www.derwesten.de/nrz/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/stadtbuecherei-kamp-lintfort-wird-zur-mediathek-id11052271.html
http://www.rp-online.de/…/spd-mediathek-ist-ein-sahnestueck…
http://www.rp-online.de/…/cdu-die-mediathek-solide-finanzie…

“ wollen wir eine Mediothek schaffen, …“

Dieser Satz steht  im Kommunalwahlprogramm 2014 bis 2020  der stärksten Partei im Stadtrat von Kamp-Lintfort.  Unter der Überschrift „Stadtentwicklung“ wird das gerade vom Planungsamt und Wirtschaftsförderung der Stadt gestartete Projekt „Rathausquartier“ dargestellt.  Darüber wurde schon mehrfach in der Presse berichtet.  Doch im Wahlprogramm heißt es außerdem ausdrücklich: WahlprogrammSPD 2014-2020

„Als erstes soll die Stadtbücherei umziehen. Mithilfe von Landesmitteln wollen wir eine Mediothek schaffen, die sich an den neuen Nutzergewohnheiten der Menschen orientiert. Mit viel Aufenthaltsqualität und einem attraktiven Medienangebot wird die Einrichtung so zu einem echten Publikumsmagneten werden. “  (Stolz auf Kamp-Lintfort, Kommunalwahlprogramm 2014-2020 . Hrsg.: SPD Kamp-Lintfort 2014, S. 12)

Jetzt, wo die Wahl vorbei ist, dürfen wir das zitieren und uns darauf freuen. Denn es ist bekannt, dass diese Räume hier nicht nur zu klein sind. Vor jedem Besuch einer Gruppe und vor jeder Veranstaltung müssen Regale gerollt und Stühle gerückt werden.  Das Dach ist so undicht, dass dem Team schon seit mehr als einem halben Jahr kein Besprechungsraum mehr zur Verfügung steht. Die Räume können nicht ordentlich gelüftet werden. Durch das veränderte Stadtbild ist das Zentrum Kamp-Lintforts „gewandert“ und die Stadtbücherei befindet sich nun eigentlich eher in einer Randlage der Innenstadt.  Durch diese genaue Beschreibung im  Wahlprogramm, wie die Stadtbücherei sich verändern soll, wird klar, es sollen nicht nur die Mängel beseitigt werden. Es soll ein Bibliotheksraum entstehen, der den 2009 vom Rat beschlossenen Grundsätzen der Kamp-Lintforter Bibliotheksarbeit entspricht. (siehe: Grundkonzept der Stadtbücherei Kamp-Lintfort)

Dazu arbeiten wir nun am ersten Schritt:  Wir schauen uns um, wie andere Bibliotheken, nicht nur in Deutschland, diesen Auftrag der besonderen Aufenthaltsqualität erfüllt haben, um dann zu schauen, was für Kamp-Lintfort passt und was möglich ist.  Wegweisend war der Vortrag von Andreas Mittrowann auf der ersten  NRW-Bibliothekskonferenz des VBNW  im Januar 2014.  (Andreas Mittrowann (ekz): Begegnen – Entdecken – Entwickeln; Bibliotheken gestalten ihre Zukunft

Wer sich schon einmal über die zukünftige Lage und den stadtplanerischen Entwurf interessiert, findet auf der Homepage der Stadt Kamp-Lintfort unter Rathausquartier  die Berichte zur Planwerkstatt und den Entwurf von scheuvens + wachten, Dortmund mit scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf, der  als Richtlinie für die Zukunft ausgelobt wurde.  Hier sind einige Bilder, die einen Eindruck vermitteln.   (Entwurf von SW und scape)