4. März 2017, 13 Uhr: Mediathek lädt zum Tag der offenen Tür

mediathek_oeffnungszeitenAm Samstag, den 4. März ist es  so weit: Die neue Mediathek wird feierlich eröffnet. Von 13 bis 17 Uhr sind alle Bürger eingeladen, sich die neuen Räumlichkeiten anzuschauen und Fragen zu stellen.

Unter Hochdruck wurde innerhalb eines Jahres aus einer Teilfläche des ehemaligen Groka-Ladenlokals ein attraktiver Raum geschaffen, der nun zur neuen Mediathek wird. Tapeten und Elektrik, Deckengestaltung und Fußböden, Holzrahmenfenster und gläserne Raumteiler wurden durch den Vermieter eingebaut bis ein veredelter Bibliotheksraum entstand. Die Regallandschaft steht, der Umzug selbst erfolgte mit leichtem Gepäck, aber sehr schwieriger Planung, denn zwei Drittel des Gesamtbestandes der alten Stadtbücherei sind an Leseratten verliehen. Die Rückgabe ist bald 24 Stunden an 7 Tagen die Woche möglich, denn die Bibliothekstechnik wurde um die Technik einer „Open Library“ erweitert. Die neuen Mediathek bietet für jeden etwas, hat für jede Altersgruppe und jeden Forschenden den richtigen Raum.

Das Beste aber wird dieser ganz besondere Clou: Im Foyer der Mediathek gibt es das bistro26Bistro26. Im anschließenden Bereich stehen besonders gefragte Bücher und Hörbücher, Filme, Musik-CDs sowie über 70 Zeitungen und Zeitschriften, in denen die Besucher stöbern und ausleihen können. Zum Verweilen locken Gesellschaftsspiele, PC-Arbeitsplätze und freies W-Lan, das die Besucher nutzen können. Das alles steht zur Verfügung, auch wenn die Mediathek selbst noch geschlossen ist. Selbstbedienung ist angesagt. Automaten übernehmen wie schon in der alten Stadtbücherei Ausleihe und Rückgabe. Die Aufsicht führt das Team des Bistro26.

Ab Montag, den 6. März, gehen sowohl Mediathek und Bistro26 in Betrieb.

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Wir ziehen um!

Die Stadtbücherei wird zur Mediathek!

Am 12.12.2016 schließt die Stadtbücherei. Am 04.03.2017 eröffnet die neue Mediathek auf der Freiherr-vom-Stein-Str. 26   (neben Fa. Bogensport Bücken).

Helfen Sie uns beim Umzug! Leihen Sie bis Ende November so viel aus, wie Sie an Büchern und anderen Medien für 3 Monate und länger benötigen. Alles was Sie ausleihen, brauchen wir nicht zu verpacken. Die Leihfristen sind für alles, was Sie ab 14.11.2016 ausleihen,  großzügig bis Ende März 2017 gesetzt. Die letzte Möglichkeit vor dem Umzug etwas zurückzugeben, ist am 10.12.2016.

Die Onleihe Niederrhein steht Ihnen wie immer zum Download von E-Books, E-Audio und E-Magazines zur Verfügung.     http://www.onleihe-niederrhein.de

Ersatzservice bis Ende 2016  bzw. Anfang 2017:

Wir vom Team der Stadtbücherei helfen Ihnen die Schließungszeit so  gut wie möglich mit einem Ersatzservice zu überbrücken. Bücher zur Weihnachts- und Karnevalsdekoration holen wir jetzt schon vor und Sie erhalten sie vor der Schließung. Dringende Ausleihwünsche während der Schließungszeit reservieren Sie über die Vormerkfunktion im Online-Katalog, die dann um die Reservierungsmöglichkeit erweitert wird.  Da Sie während der Schließungszeit eigentlich nichts ausleihen, wird auch die neue Jahresgebühr, falls die Fälligkeit in diesen Zeitraum fällt, nicht gefordert.

Was ist mit Neuerscheinungen, werden Sie fragen? Die meisten Zeitschriften der laufenden Abos, Neuerscheinungen und Bestseller werden weiterhin beschafft. Suchen Sie im Online-Katalog heraus, was Sie brauchen und reservieren Sie unter:  tinyurl.com/katalog-Kamp-Lintfort    Mit der Bestellbestätigung erhalten Sie einen Termin zur Abholung. Nennen Sie immer Ihre Ausweis-Nummer. Falls Sie in der Schließungszeit ausnahmsweise doch verlängern oder ausleihen, kann es passieren, dass Ihre Jahresgebühr fällig wird. Dann wird dies mitgeteilt. Sie können dann auch erst nach der Wiedereröffnung bezahlen.

 

 

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Eure Meinung für die Planung der Mediathek

Erinnert ihr euch noch? Im November 2015 hatten wir  Teilnehmerinnen und Teilnehmer für  Interviews zur Ausstattung und Gestaltung der neuen Mediathek gesucht. Rund vierzig Personen hatten sich gemeldet, einige davon als Vertreter  von Einrichtungen, die Kooperationspartner der Stadtbücherei  bei der Leseförderung und Medienkompetenz sind.  Es fanden fünf Gruppeninterviews statt, die von zwei  externen Beraterinnen  zu einem Coaching zur Einrichtungsplanung moderiert wurden.

Die Ergebnisse wurden uns schon im Dezember von den beiden Wissenschaftlerinnen Margret Kruse und Elke Heinemann zur Verfügung gestellt. Da wir gerade mit den Architekten und dem zukünftigen Vermieter die Grundlagen planten, hatten wir sofort für diese Vorplanung den Bericht ausgewertet.

Nun legte die Stadtbücherei dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport am Mittwoch, dem 17.02. die Gesamtauswertung vor. Sehr viele Anregungen konnten wir in die Planung aufnehmen, das ein oder andere werden wir noch hier in der „alten “ Stadtbücherei verwirklichen, z.B. haben wir gerade das Wunschbuch für Medienanschaffungen gestartet oder die Abfragezettel zum Zustand von CD und DVD in den Umlauf gebracht. Manches aus der Vorschlagsliste wird noch geprüft, wie wir es umsetzen können.  Wir bedanken uns herzlich für eure Mitarbeit. Hier könnt ihr den Bericht für den Kulturausschuss lesen:

BlogErgebnisse Focusgruppengespräche

 

Neujahrsfrühstück als Dank für 1767 Stunden Ehrenamt

„das Frühstück gestern war wieder toll. Danke an den Verein LesART und an euch, die ihr das alles organisiert.“

Dieses Lob hörten wir Veranstalter gerne. Am 14. Januar lud der Verein LesART seine zahlreichen Helfer ein. Es kamen rund 40 Ehrenamtliche mit dem Team der Stadtbücherei an eine gemeinsame Tafel. Kulturdezernent Dr. Christoph Müllmann und Büchereileiterin Katharina Gebauer füllten die Sektgläser und hoben das Glas auf alle, die im Jahr 2015 die Arbeit der Stadtbücherei so vielfältig unterstützt hatten. Besonders die Stetigkeit, Zuverlässigkeit und Regelmäßigkeit der Aktiven sind eine große Stütze der Leseförderung in der gesamten Stadt. Immerhin beträgt die grob gerechnete Summe der Stunden, die für regelmäßiges Vorlesen in Stadtbücherei, Senioreneinrichtung, Kindergarten, Schule, und auch für besondere Anlässe, so wie für die Organisation von Flohmarkt und Büchertauschzellen, für Sponsorensuche und Lesungsorganisation 1767 Stunden. (Artikel der NRZ vom 16.01.2016)edited_1453017930113.jpg

Besonders dankte Katharina Gebauer auch für die beratende Leistung, die wie ein externes Couching die Arbeit der Stadtbücherei immer wieder aktualisiert und manchmal auch korrigiert. Dass dies wie eine Art von Anregung unter Freunden seit Jahren empfunden wird, führte dazu, im Hinblick auf die vielschichtige Planung der neuen Mediathek mittels professioneller Beratung auch grundlegende Aufgabenstellungen bei den Benutzern in organisierter Form abzufragen und auszuwerten.

Für das begonnene Jahr haben die Aktiven von LesART wieder viel mit dem Team der Stadtbücherei ausgeheckt. Die Liste der Veranstaltungen im ersten Halbjahr ist schon sehr lang. Dazu gehören auch zwei Fortbidlungen für Vorleser/innen und solche die es werden wollen. Denn es gibt wieder einige offene Plätze in Kindergärten. Das Programm ist im Veranstaltungskalender der Stadt unter www.kamp-lintfort.de/stadtbücherei oder auf dem Veranstaltungskalender hier zu finden.

Media- oder Medio- ?

In Krefeld gibt es eine Mediothek, eine sehr schöne, moderne, dort wo ehemals die alte Stadtbücherei Krefeld stand. Die Bibliothek kommt bei den Krefeldern super gut an.  In Kamp-Lintfort wollen wir im Hinblick auf die Entwicklung der Stadtbücherei ebenfalls solch einen Quantensprung wagen, wie ihn die Krefelder bereits vor mehr als 7 Jahren gewagt und geschafft haben.

Nun sind wir kurz davor, das Wichtigste in ‚trockene Tücher‘ zu bringen, wie man so schön sagt, nämlich einen Mietvertrag abzuschließen.  Und damit soll auch gleich der neue Name einhergehen. Wir haben den Stadtarchivar und promovierten Germanisten Dr. Spitzner-Jahn um Rat gefragt, denn hier schliff sich gleich der Name „Mediathek “ ein, während man andernorts, wie eben in Krefeld, von Mediothek spricht. Hier nun ein Auszug aus seiner Antwort.

Mediathek/Mediothek?  – Die Beantwortung der gestellten Frage führt in den Bereich der fremdwortlichen Morphologie. Beide Substantive sind mit dem Konfix „-thek“ (griech. „Behältnis“) gebildet und bezeichnen eine meist als Abteilung in öffentlichen Büchereien bereitgestellte „Sammlung audiovisueller Medien zur Weiterbildung“. Sie unterscheiden sich jedoch – wie bereits in der Rücksprache teilweise angedeutet –dadurch, dass „Mediothek“ das Fugenmorphem „-o-“ nutzt (vgl. älteres „Bibliothek“), während es sich bei „Media“ um eine in der Gegenwartssprache nur recht selten – z.B. in dem Firmennamen „Media-Markt“ – gebräuchliche lat. Pluralform von „Medium“ handelt („Media“ [Plural: „Mediä“ und „Medien“] mit der aus der Phonetik bekannten Bedeutung „stimmhafter Verschlusslaut“ oder der medizinischen Bedeutung „mittlere Schicht der Gefäßwand von Venen und Arterien“ können hier nicht gemeint sein).

Die Bezeichnungen „Mediathek“ und „Mediothek“ sind somit bedeutungsidentisch, aber nach unterschiedlichen Mustern gebildet.

Literaturhinweise:

Duden, Bd. 5: Das Fremdwörterbuch, 10. Aufl., Mannheim 2010, S. 654

Wolfgang Fleischer/Irmhild Barz, Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache, 4. Aufl., Tübingen 2012, S. 66 ff. und 109 ff.

Hilke Elsen, Deutsche Konfixe, in: Deutsche Sprache 33 (2005), S. 133 ff.

Uns überzeugte der Plural. Also haben wir uns nun entschieden, den bereits informell eingeführten Namen  „Mediathek“ beizubehalten, denn der soll hier das Angebot ganz unterschiedlicher „pluralistischer“ Medien umfassen, – auch wenn die automatische Rechtschreibprüfung jedes Mal meckert, wenn das Wort hier im Blog verwendet wird.