LesART und der vergessene Garten

Der Weltkindertag am Sonntag im Zechenpark der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort war ein toller Erfolg.

Zum Buch „Der vergessene Garten“ von Annemarie Fuchshuber hatten einige aus dem Vorlesekreis viele Ideen entwickelt.

Das Gelände am Südrand des Parks rund um das Häkeltippi der Neukirchener Dorfmasche war passend zur Geschichte ausstaffiert. Vergessene Regenschirme begrenzten die Spielfelder. Verlorene Brillen dekorierten das LesART-Pavillon. Vergessene Spielutensilien lagen überall bereit.

Das Tipi war immer mit vielen Kindern besetzt, denen Veronika und Elisabeth die Geschichte immer aufs neue vorlasen, wie Marie den Purzelbaum traf. Der gab ihr die verlorene Zeit zurück und lud sie ein, den vergessenen Garten zu entdecken.

Damit luden wir Helfenden zu fast vergessenen Kinderspielen ein. Es war noch nicht alles aufgebaut, da waren schon die ersten Kinder da, übten Sackhüpfen, Eier- und Stelzenlaufen, Büchsenwerfen und Hinkekästchen bis entweder die Eltern nörgelten oder die nächsten Kinder nachdrängten.
Veronika hatte sich nicht nur als Purzelbaum verkleidet, sondern auch tolle Plakate gemalt und für viel Dekoration gesorgt. Unterm Pavillon saßen entspannt Eltern und Großeltern im Schatten und freuten sich über das schöne Angebot.

Verena, Elisabeth, Katharina und Uschi betreuten die Spiele, sammelten Eier, Kartoffeln, Bälle, Büchsen und Stelzen ein.
Uns allen hat es Spaß gemacht – trotz des unermüdlichen Einsatzes.
Wenn das Publikum so fröhlich und begeistert ist, die Kinder soooo lange der Geschichte zuhören wollen, bis sie zu Ende gelesen ist, dann macht so ein Fest richtig Spaß.
Am Ende waren wir alle kaputt, aber sehr zufrieden.


Bestrickender Kasten für das Netzwerk LaGa 2020

Bunte Kästen für die LaGa 2020 verschönern die Stadt und nun steht auch einer in der Stadtbücherei. Aber dieser hat Netzwerk-Aufgaben: Die Kamp-Lintforter Strickguerilla* hat ihn aufgestellt. Bitte füllt ihn mit Wollresten. Damit die „Stricklieseln“ Material für ihre Stadtverschönerungen haben.
@ https://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla_Knitting

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Grußwort zum Jahreswechsel

Bürgermeister Professor Dr. Landscheidt wünscht Ihnen und Ihren Familien im Namen von Rat und Verwaltung geruhsame Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2016.

Dazu hat er ein „Grußwort“, also eigentlich einen Brief, an alle Bürger geschrieben, welchen wir an dieser Stelle veröffentlichen wollen, weil er so positiv in die Zukunft blicken lässt, – vorausgesetzt alle machen mit:

Grußwort zum Jahreswechsel 2015/16

18.12.2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wenn man wie ich seit über 20 Jahren – erst als Beigeordneter, als Stadtdirektor und dann als Bürgermeister – die Geschicke von Kamp-Lintfort mitgestaltet, hat man viel gesehen, viel erlebt und kann auf einen großen Schatz an Erfahrungen mit „seiner“ Stadt zurückgreifen. Ich dachte eigentlich, dass mich so schnell nichts mehr beeindrucken könnte. Trotzdem ist Ihnen, liebe Kamp-Lintforterinnen und Kamp-Lintforter, genau das in diesem Jahr gelungen: Sie haben mich zutiefst beeindruckt.

Beeindruckt mit der Begeisterung, Leidenschaft und dem Herzblut, mit dem Sie sich für die Landesgartenschaubewerbung engagiert haben. Sie haben gestrickt, gepflanzt, gesungen, Stromkästen bemalt, Ihre Gärten geöffnet und uns bei vielen Veranstaltungen unterstützt und begleitet. Sie alle haben dazu beigetragen, die Landesgartenschau in den vergangenen Wochen und Monaten zum Stadtgespräch zu machen. Ihre Begeisterung war über die Stadtgrenzen von Kamp-Lintfort hinaus bis nach Düsseldorf hör- und spürbar und hat die Bewertungskommission mitgerissen. Ein fundiertes und spannendes Konzept für die Veranstaltungsflächen und eine breite Zustimmung der Bürgerschaft haben schließlich den Ausschlag für den Zuschlag gegeben. Deshalb kann ich mit Fug und Recht sagen, dass die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort auch Ihr Verdienst ist. Dafür bedanke ich mich herzlich. Ich freue mich auf eine ereignisreiche Zeit bis zur Eröffnung und hoffe, dass möglichst viele von Ihnen uns auch weiterhin auf diesem Weg begleiten. Um dafür einen angemessenen Rahmen zu schaffen, wollen wir in Kürze den Förderkreis in einem Förderverein institutionalisieren.

In keinem geringeren Maße als Ihre Begeisterung für die LaGa hat mich Ihr Engagement und Ihre Hilfsbereitschaft in der aktuellen Flüchtlingskrise beeindruckt. Tausende Menschen sind zurzeit auf der Flucht vor Krieg und Elend. Sie stranden an den Grenzen Europas und kommen über viele verschiedene Wege auch zu uns nach Kamp-Lintfort. Diese vielen Männer, Frauen und Kinder zu versorgen und ihnen ein Dach über dem Kopf zu geben, ist eine große Herausforderung. Dieser Herausforderung stellen wir uns tagtäglich. Dass wir das können, liegt an dem engen Schulterschluss mit Kirchen, Vereinen, Verbänden und mit den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Misstöne darüber, ob die Flüchtlinge nach Kamp-Lintfort gehören oder nicht, habe ich bisher so gut wie keine gehört, sondern nur Mitgefühl und Anteilnahme. Dennoch habe ich großes Verständnis auch für die Sorgen, die manchen begleiten, ob und wie es uns gelingen kann, diejenigen, die am Ende dauerhaft bei uns bleiben, so in unsere Gemeinschaft zu integrieren, wie wir es in den vergangenen Jahrzehnten mit den Bergleuten und ihren Familien aus aller Herren Länder geschafft haben. Ich bin zuversichtlich, dass dies gelingen kann, wenn man uns nicht überfordert!

Die Botschaft des Weihnachtsfestes, nämlich den Frieden zwischen den Menschen zu fördern, war und ist in Kamp-Lintfort keine Utopie, sondern gelebte Realität. Das macht mich als Bürgermeister dieser Stadt wirklich stolz. Es spornt mich an, zusammen mit meiner Verwaltungsmannschaft auch weiterhin mit zahlreichen Projekten wie logport, der Umgestaltung des Rathausquartiers mit den bunten Riesen, dem Bahnanschlus oder dem geplanten Kino das Beste für Kamp-Lintfort herauszuholen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen von Rat und Verwaltung geruhsame Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2016.

Herzlichst, Ihr Christoph Landscheidt (Bürgermeister)

(Presseinformation der Stadt Kamp-Lintfort vom 18.12.2015, www.kamp-lintfort.de)