Medienkompetenz in Theorie und Praxis

„Bibliotheken sind längst mehr als Bücherverleihstationen. Hier wird mit vielen verschiedenen Medien gearbeitet. Wo könnte man also besser Medienkompetenz vermitteln als hier?“ fragte am vergangenen Dienstag der Landtagsabgeordnete Rene Schneider bei seinem Besuch der Stadtbücherei in der anschließenden Diskussion zum Thema Medienkompetenz.  Nun geht es um Medienkomeptenz in der Praxis. An den Dienstagen im November und Dezember steht  Werkstudent Felix Rörden ab 13.30 Uhr für Fragen rund um Onleihe, E-Book-Reader und zu den damit verbundenen Download-Problemen  bereit. Die nächsten Termine sind: 20.11., 27.11., 04.12., 11.12. und 18.12. 2012.  Nach Absprache ist er auch an einigen Freitagen im Haus. Am besten bringt ihr euren EBook-Reader gleich mit.  Und für die, die keinen besitzen: Gerade arbeiten wir am Verleih von E-Book-Readern. Die ersten zwei sind schon im Hause.

Wir4-Onleihe will sich vergrößern

Fast drei Jahren gibt es  die wir4-Onleihe als gemeinsame virtuelle Zweigstelle der Stadtbüchereien Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg und Kamp-Lintfort.  Anfangs wurde sie vor allem von Hörbuch-Liebhabern genutzt und geschätzt, die sich dort die neuesten Romane als e-Audio herunterladen wollen, einige Stammkunden der ersten Stunde sind vor allem Zeitungsleser, die sich regelmäßig die „Frankfurter“ oder das „Handelsblatt“ herunterladen.  Nun ist in diesem Jahr das E-Book-Fieber ausgebrochen. Der Buchhandel wirbt  ganz massiv für diese Art des Lesens. Viel mehr Kunden wollen auf das Lesen am Reader umsteigen.

Doch beim Stöbern in der wir4-Onleihe wird so mancher Interessent festgestellt haben, dass die interessanten Romane bereits belegt sind oder nicht zum Bestand der  wir4-Onleihe gehören, obwohl es sie als e-Book zu erwerben gibt.  Das kann daran liegen, dass der Verlag, der die Lizenz zum e-Book besitzt, diese nicht an Bibliotheken verkaufen möchte, sondern nur an Privatkunden.

Es kann aber auch daran liegen, dass das Budget zum Einkauf der Lizenzen in den Bibliotheken erschöpft ist.  Um mehr Lizenzen zu erwerben, brauchen wir Bibliotheken also mehr Geld. Logisch. Doch woher nehmen, ohne unsere anderen Aufgaben und Angebote zu verschlechtern?  So sind wir auf die Idee gekommen, andere Nachbarstädte zu fragen, ob sie sich an der  Onleihe beteiligen möchten. Denn vorher wurden wir bereits gefragt, ob wir auch andere Bibliotheken in den Verbund aufnehmen. So trafen sich in der letzten Woche in der Bibliothek Moers Leiterinnen und Leiter der Bibliotheken zahlreicher Niederrheinstädte. Das Interesse ist groß. Die Kosten, die zunächst auf jede neue Bibliothek zu kommen, allerdings auch. Doch wir vier Bibliotheksleiterinnen des wir4-Onleihe-Verbundes hoffen sehr, dass einige diese erste Schwelle erklimmen können und wir ab 2013 die virtuelle Zweigstelle am Niederrhein vergrößern können. So wird die Namensänderung das kleinste Problem darstellen.

E-Books in Bibliotheken

„Nur manchmal erahnen die Kunden, dass die Leihe von E-Books doch nicht so einfach ist. Das äußert sich in Fragen wie: “Warum kann ich den Spiegel nicht auf mein iPad ziehen?”, “Warum muss ich mich bei Adobe anmelden, ich bin doch schon Kunde der Bibliothek?” oder “Warum kann ich das Hörbuch nicht auf meinem mp3-Player/Smartphone hören?” Im Hintergrund läuft, wie so häufig, ein Wirtschaftsthriller auf mehreren Ebenen – die Bibliotheken kommen da jedoch kaum vor, obwohl sie stark betroffen sind. „

Dies ist ein Zitat aus einem Artikel im Blog der  Stadtbibliothek Salzgitter. Er macht deutlich, wie und warum es so schwierig ist, in Bibliotheken  E-Medien anzubieten. Jeder, der unsere Wir4-Onleihe benutzt, wird schon das ein oder andere Problem so kennen gelernt haben.

Hier der Link zum vollständigen Artikel: http://stadtbibliotheksalzgitter.wordpress.com/2012/06/26/e-books-in-bibliotheken-ein-politikum/