Neue Leihfrist für Bestseller

 

Heute haben wir gute Nachrichten für alle Leser, die gerne Bücher aus unserem Bestseller-Angebot entleihen: Ab sofort gibt es hier eine  Leihfrist von vier Wochen.

Damit entsprechen wir den Wunsch vieler Leser, die sich mehr Zeit zum Schmökern gewünscht haben – sei es, weil der neue Roman 500 Seiten oder mehr hat oder weil gute und anspruchsvolle Sachbücher in Ruhe gelesen werden möchten.

Die Ausleihgebühr von 2 Euro bleibt weiterhin bestehen.

Bestseller der Woche

DSCI0038

Bestseller Murakami, Camilleri, Leon, Littger

Haruki Murakami: Wenn der Wind singt, Pinball 1973

Andrea Camilleri: Das Spiel des Poeten

Donna Leon: Tod zwischen den Zeilen

Petter Littger: The devil lies in the Detail

 

Ausleihfrist: 2 Wochen

Ausleihgebühr: 2€

Bestseller zum Verkauf!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – so soll es zumindest sein, dachte sich der Verein LesART Kamp-Lintfort. Am 16.06. findet der nächste große Bücherflohmarkt im InfoTreff der Stadtbücherei statt. Und als „Voraus-Schatten“ gibt es an dieser Stelle ab sofort einen Sonderflohmarkt mit gut erhaltenen Bestsellern, die der Verein für sein Zusatzangebot in der Stadtbücherei gekauft hatte. Nun haben andere Neuerscheinungen sie vom Platz 1 bis 5 verdrängt und sie sind mehr so stark gefragt  aber als Hardcover-Ausgabe noch sehr gut erhalten. Wer also für 2 oder 5 Euro Gaby Kösters Ein Schnupfen hätte auch gereicht oder Eckhart  Lohses  Biographie über Karl-Theodor zu Guttenberg ohne Rückgabe-Frist lesen will, der greife zu.

Bestseller – nur noch Hardcover?

In einem Artikel der Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 19.01.2012 berichtet Maximilian Probst vom Plan des buchreport, der die Erhebungen für die Bestseller-Liste des Spiegel durchführt, ab Juli 2012 nur noch Hardcover-Bände aufzunehmen. Da die Platzierungen in der Bestsellerliste  natürlich immer einen weiteren Verkaufserfolg bedeuten, gibt es nun heiße Diskussionen zwischen den Verlagen. Noch finden unsere Leser die übliche Mischung von gebunden Büchern und broschierten Titeln im LesART-Bestsellerständer.

Wie wird ein Buch zum Bestseller?

Diese Frage stellen wir uns in der Stadtbücherei sehr oft, wenn wir wöchentlich die Bestsellerlisten des „Spiegels“ durchgehen und die Bestseller-Ständer bestücken. Die besten zehn der Romane kommen ja immer in’s Haus, aus den besten fünf der Sachbücher wählen wir im Auftrag von LesART für die Ausleihe aus, von denen wir meinen, dass auch diese Titel Kamp-Lintforter Leser interessieren.

Bei vielen Büchern fragen wir uns ernsthaft, wie es zu den angeblich hohen Verkaufszahlen kommt, die einen Bestseller auszeichnen. Thema, Inhalt und Stil sind oft so seicht, will sagen, ragen so gar nicht aus den übrigen Neuerscheinungen heraus. Da gibt es oft viel besseres, was aber unbekannt bleibt. Nun klärte der Artikel von Britta Heidemann in der NRZ /WAZ vom 17.11.2011 auf:

„Viele der neuen deutschen Bestseller sind regional verankert. Die Freiberger Hebamme ebenso wie Neuhaus‘ Ermittlerin oder die Krimis von Rita Falk“  schreibt die Journalistin. „Es ist das Internet, das regionale Bücher und Leser zusammenbringt. Etwa durch Verkaufslisten, die Sebastian Fitzek groß gemacht haben.“  Und wie kommt ein mittelklassiger Autor an diese Verkaufszahlen?  Eben auch durch das Internet: „Nicht nur bei Amazon… schreiben Laien Buchbesprechungen“  Da geht es vor allem darum, ob es gefällt, was gelesen wurde, weniger um die literarische Auseinandersetzung.

„Neue deutsche Volksliteratur“ so nennt die Journalistin dann auch diese Art von Bestsellern. Wohl wahr!

Der Artikel von Britta Heidemann ist hier nachzulesen:
  WE Neue deutsche Volksliteratur - Kultur / derwesten.de