Vom Fußball ohne Ball und Schuhe, vom Lesen lernen,

von Ziegeln, Buden, Erdmännchen und der Schutzpatronin der Bergleute war auf der literarischen Wanderung zu hören, zu der LesART und vhs-moers-kamp-lintfort am Welttag des Buches eingeladen hatten. Start für die rund 25 Teilnehmenden war bei schönstem Frühlingswetter der Schirrhof im Zechenpark Friedrich-Heinrich.
Theresa Frank, VHS, stimmte mit einem kurzen Text aus der Festschrift zur Stadtgründung 1950 auf die Wanderung ein. Darin wurde  bestätigt, dass die damals vorhandene Kultur in Form eines Harmonika-Vereins, einer Volkshochschule, diverser Leihbüchereien und einer sich im Aufbau befindlichen Volksbücherei sowie einiger Laienspielgruppen und zweier Lichtspieltheater die Führung der Bezeichnung „Stadt“ im Namen rechtfertigten.
Die Gruppe brach unter Leitung des Wanderführer Rene Schneider zum nördlichen Ende des Zechenparks auf. Hier las Birgit Kames aus „Elf Jungens und ein Fußball“, einem 1947 erstmalig erschienenen Kinderbuch von Hanns Vogts. Das Kopfkino zu den Geschichten, die vor 75 Jahren genau hier stattgefunden hatten, entstand bei den Zuhörenden leicht, hatten sie doch die große Goorley, erhaltene Teile der Zeche Friedrich-Heinrich und die damaligen Mittelschule direkt vor Augen. So war es auch an den anderen Haltepunkten der Tour, an denen Helga Krauskopf, Ulla Schümann und Katharina Gebauer als Vorleserinnen des Vereins LesART kurze Episoden aus passenden Romanen lasen,
Dabei führte der Weg an besonderen Punkten der Stadtkultur, wie den ehemaligen Standorten der Stadtbücherei und der heutigen Mediathek vorbei, durch die Pauen’sche Siedlung zur Josefskirche, über eine Straße, die nie gebaut wurde, hin zur „Bude“ am Marktplatz, weiter zum „Haus des Bergmanns“, dem „Diesterwegforum“ der VHS bis zum „kalisto“, wo es die letzte Lesung für diesen Tag gab, etwas aus dem Erdmännchen-Krimi „Ausgefressen“ von Moritz Matthies.
Beim abschließenden Imbiss waren sich alle einig, dass so eine Lesewanderung wiederholt werden sollte.

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