Lesetipp im Januar : Der weite Raum der Zeit.

Jeanette Wintersons Roman. „Der weite Raum der Zeit“ erzählt Shakespeares „Das Wintermärchen“ neu.wp-image-185169383jpg.jpg
Die Autorin hat die Orte in die heutige Welt verlegt und der Roman  spielt in London, in Paris und in den USA. Statt des Diktators Leontes gibt es hier den Investmentbanker Leo Kaiser, seine Frau MiMi, bei Shakespeare heißt sie Hermione,  ist erfolgreiche Chansonsängerin und sein bester Freund Polixenes heißt nun Xenos und entwickelt Computerspiele. … Wie im Klassiker zerstört der eifersüchtige Ehemann im Wahn das Leben derer, die er am meisten liebt, ohne sie zu töten. Die Gestalt der verstoßenen Tochter Perdita führt den Bogen der Handlung durch die Zeit zurück und lässt durch ihr Verzeihen vieles wieder heilen, was durch Leos Eifersucht fast zerstört wurde. Der Roman stellt fesselnd die Charaktere zusammen, die Handlung nimmt schnell an Fahrt auf. Durch die wechselnde Erzählperspektive entsteht zusätzlich Spannung.  Am Ende stimmt die Geschichte zuversichtlich, egal wie ausweglos alles vorher scheinen mochte. Denn im Handlungsverlauf ist es zwar eine Tragödie doch zum Ende bleibt alles wie bei Shakespeare ein MÄRCHEN. Sehr gut erzählt ist dies genau der richtige Roman für lange Winterabende.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.