Praktikum in der British Library Teil 1

Hauptgebäude der British Library in St. Pancras

Hauptgebäude der British Library in St. Pancras

Ich hatte das Glück, vom 12. bis zum 23.10 ein Auslandspraktikum in einer Bücherei in London absolvieren zu können. Und zwar nicht nur in irgend einer Bibliothek, sondern in der British Library.
Diese ist die Nationalbibliothek des Vereinigten Königreichs, und auch die vom Medienbestand her größte Bibliothek der Welt (an die 170 Millionen katalogisierte Medieneinheiten). Unter anderem beherbergt sie die Magna Carta, Leonardo da Vincis Notizbuch und Manuskripte der Beatles. Mit knapp 1500 Mitarbeitern und einem jährlichen Budget von ca. 141 Millionen Pfund ist sie auch ein klein wenig größer als unsere Stadtbücherei.

Eingangshalle der British Library. Nur die Q-Thek fehlt.

Die Eingangshalle. Fehlt nur noch die Q-Thek.

An meinem ersten Tag gab es zunächst eine kleine Einführung in die Bücherei, einen Pass für Besucher, sowie meinen eigenen Schreibtisch. Ich wurde also sehr gut aufgenommen. Das ganze nahm auch schon einen ganzen Tag in Anspruch.

Dienstags stand dann ein Besuch in der Wiener Library for the Study of the Holocaust and Genocide an. Die Wiener Library ist die älteste Einrichtung zur Holocaust Forschung, hat also auch einen beachtlichen Bestand. Dort gab es dann auch eine Führung durch das Archiv, welche sehr spannend war. Wer also mal in London ist und sich für das Thema interessiert, dem empfehle ich in jedem Fall einen Besuch, die Bücherei ist für jeden frei zugänglich. (Das Archiv jedoch nicht).
Am Nachmittag ist dann auch meine Hauptansprechpartnerin für das Praktikum eingetroffen, welche als Kuratorin für den deutschen Bestand in der British Library arbeitet. Hier konnte ich dann auch direkt praktisch durchstarten, denn wir sind die Österreichische Nationalbibliografie der Österreichischen Nationalbibliothek durchgegangen und haben gleich ein paar Titel ausgewählt.

Ein Miniaturmodell der British Library

Ein Miniaturmodell der British Library

Den Rest der Woche habe ich hauptsächlich im Science Reading Room verbracht, einem von 11 Lesesälen der Bibliothek. Um einen Lesesaal zu betreten, braucht man einen Leseausweis, weiterhin gibt es dort strenge Sicherheitsvorkehrungen, um die zum Teil sehr wertvollen Medien zu schützen.
Das Besondere an einem Leseausweis der British Library ist, dass diese nur eine begrenzte Zeit lang gültig sind. Die Dauer kommt ganz darauf an, was man aus der Bücherei braucht. Bei der Registrierung muss man nämlich angeben, was man sucht. Es ist also nicht eine Bücherei, in der man einfach so Medien mitnehmen kann oder sich mal eben einen Ausweis ausstellen lässt wie bei uns.
Ansonsten unterscheidet sich die Arbeit in den Lesesälen nicht groß von dem war wir auch tun: Leser beraten, Fragen beantworten und generell zur Hilfe bereitstehen.

Was ich sonst noch so erlebt habe, wird dann in kürze in einem weiteren Blogeintrag folgen, denn es gibt noch eine Menge zum erzählen.

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