UNESCO-Schüler und LesART Kamp-Lintfort erinnern an dunkles Kapitel deutscher Geschichte

Am 10. Mai jährt sich die Bücherverbrennung der Nazis im Jahre 1933 zum 80. Mal. Anlass für die Stadtbücherei Kamp-Lintfort und den Verein LesART in Kooperation mit der UNESCO-Schule in einer besonderen Ausstellung an das dunkle Kapitel deutscher Geschichte zu erinnern.

Vor 80 Jahren war Bibliotheken und Volksbüchereien angeordnet worden, alle Bücher jüdisch stämmiger Autoren und von Gegnern des 3. Reichs auszusondern und zu verbrennen. Niemand durfte Bücher dieser Autoren besitzen, ohne in die Gefahr zu geraten, selbst als Staatsfeind verfolgt zu werden. Um daran zu erinnern, werden in der Stadtbücherei Kamp-Lintfort Gedichte und Kurzgeschichten aus den damals verbrannten Werken lebendig werden. Insgesamt fünf Hörstationen werden auf die Räumlichkeiten verteilt, und so erklingen mal aus den Regalen, mal von der Decke, die Stimmen der Erzählerinnen und Erzähler und Dichter.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe neun der UNESCO-Gesamtschule Kamp-Lintfort haben unter Anleitung ihrer Lehrerin Marina Zacharias die Plakate zu den Autoren gestaltet. Der Verein LesART hat die Hörtexte ausgewählt. Die Stadtbücherei hat um den Leuchttrichter in der Q-thek aus dem Bestand heraus ausgesucht und gestapelt , was von den damals verfemten Dichtern verbrannt werden sollte.

Die Ausstellung ist vom 10. bis 21. Mai zu den bekannten Öffnungszeiten in der Stadtbücherei Kamp-Lintfort zu hören und zu sehen.

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