Taiye Selasi: Diese Dinge geschehen nicht so einfach

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„Taiye Selasi hat eine nigerianische Mutter und einen ghanaischen Vater. Geboren wurde sie in London. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie größtenteils in Massachusetts. In den Ferien flog die Familie nach Ghana. Studiert hat sie zuerst in Yale, dann in Oxford. Die letzten Jahre lebte sie in New York.“ so beginnt der Bericht des Literaturchefs der „Zeit“ Ijoma Mangold in der Literaturbeilage zum Heft 12/2013 über ein Treffen mit der Autorin in Rom. Nachdem auch in weiteren Zeitschriften der Erstling dieser „Afropolitan“ (ein Begriff,  den Selasi für die junge Generation von Afrikanern geprägt hat, die die Globalisierung leben) überall lobend besprochen wurde, war meine Neugier geweckt und ich kann jetzt von meinem persönlichen Lektüreeindruck berichten: Der Chirurg Kwaku Sai aus Ghana und seine Frau Fola aus Nigeria leben mit ihren Kindern in Boston und sind längst in der neuen Welt angekommen. Doch eine ungerechtfertigte Kündigung des Arztes wirft alle aus der Bahn. Kwaku verlässt die Familie und geht zurück nach Ghana. Erst zu seiner Beerdigung trifft sich die gesamte Familie wieder. Die vier inzwischen erwachsenen und erfolgreichen Kinder sind in der ganzen Welt verstreut und alle Familienmitglieder haben ihre Probleme miteinander und mit dem Leben. Ein fesselnder Familienroman, der einen anderen Blick auf Afrika und das Leben von Immigranten ermöglicht. Unbedingt lesenswert!

 

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