Wie wird ein Buch zum Bestseller?

Diese Frage stellen wir uns in der Stadtbücherei sehr oft, wenn wir wöchentlich die Bestsellerlisten des „Spiegels“ durchgehen und die Bestseller-Ständer bestücken. Die besten zehn der Romane kommen ja immer in’s Haus, aus den besten fünf der Sachbücher wählen wir im Auftrag von LesART für die Ausleihe aus, von denen wir meinen, dass auch diese Titel Kamp-Lintforter Leser interessieren.

Bei vielen Büchern fragen wir uns ernsthaft, wie es zu den angeblich hohen Verkaufszahlen kommt, die einen Bestseller auszeichnen. Thema, Inhalt und Stil sind oft so seicht, will sagen, ragen so gar nicht aus den übrigen Neuerscheinungen heraus. Da gibt es oft viel besseres, was aber unbekannt bleibt. Nun klärte der Artikel von Britta Heidemann in der NRZ /WAZ vom 17.11.2011 auf:

„Viele der neuen deutschen Bestseller sind regional verankert. Die Freiberger Hebamme ebenso wie Neuhaus‘ Ermittlerin oder die Krimis von Rita Falk“  schreibt die Journalistin. „Es ist das Internet, das regionale Bücher und Leser zusammenbringt. Etwa durch Verkaufslisten, die Sebastian Fitzek groß gemacht haben.“  Und wie kommt ein mittelklassiger Autor an diese Verkaufszahlen?  Eben auch durch das Internet: „Nicht nur bei Amazon… schreiben Laien Buchbesprechungen“  Da geht es vor allem darum, ob es gefällt, was gelesen wurde, weniger um die literarische Auseinandersetzung.

„Neue deutsche Volksliteratur“ so nennt die Journalistin dann auch diese Art von Bestsellern. Wohl wahr!

Der Artikel von Britta Heidemann ist hier nachzulesen:
  WE Neue deutsche Volksliteratur - Kultur / derwesten.de

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