Ägypten im Roman

Ägypten ist seit Wochen in den Schlagzeilen – aber was wissen  wir Deutschen hier von der ägyptischen Literatur? Mancher Leser erinnert sich vielleicht noch an den ägyptischen Autor Nagib Machfus, der 1988 den Literaturnobelpreis erhielt – aber bei moderneren Autoren herrscht dann doch Ratlosigkeit.

Ich möchte allen Interessierten den Roman „Der Jakubijan-Bau“ von Alaa al-Aswani empfehlen. Die Geschichte der unterschiedlichsten Bewohner dieses Gebäudes in Kairo gibt einen Einblick in die alltäglichen Freuden, Sorgen und Nöte der Ägypter – zeigt aber auch, wie Korruption, Denunziation und Machtmissbrauch das Leben prägen und nur schwer zu ertragen sind. Bei allem Ernst bleibt das Buch ein leicht zu lesender, spannender und unterhaltsamer Roman. In der Zeitung „Le Monde“ wurde er bereits 2006 als „Meisterwerk des zeitgenössischen arabischen Romans“ gepriesen.

Der Autor lebt in Kairo und ist dort als Zahnarzt, Journalist und Schriftsteller tätig und sein Buch sorgte bei seinem Erscheinen 2002 für großes Aufsehen in Ägypten. 2006 kam eine Verfilmung in die Kinos.

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